White Winter Blue´s  – jedem Grau eine Farbe: unterwegs mit dem Leica M APO 75mm f/2 asph.

Jedes Jahr zwischen November und Februar ereilt uns die kalte, graue und dunkle Jahreszeit. Grund genug, dass sich bald jeder vierte Mensch in den Wintermonaten verkriecht. Dann wird er müde, unmotiviert und träge. Dabei zeigt der Winter durchaus Farbe. Warum der Winterblues so heißt wie er heißt und wie man ihm seine persönliche Farbe gibt, zeigen wir hier in unseren Bildern und Gedanken. Dazu sind wir einen Tag in die nördlichste Stadt Deutschland gefahren und haben das dortige Naturschutzgebiet und die Halbinsel Holnis besucht. Alle Aufnahmen sind mit dem Leica M APO 75mm f/2 asph. entstanden.

Lebenszeit ist doch einfach zu kostbar…

Geben wir uns diesem Phänomen des Winterblues hin, vermiesen wir uns bis zu 25 Prozent unserer Lebenszeit. Auf 50 Lebensjahre hat man etwa 12 Jahre seines Lebens nicht genießen können. Ist das Leben dafür nicht zu schade? Was also steckt dahinter und wie kommen wir ganz einfach aus diesem Kreislauf heraus?

Was ist ein Winterblues und was macht er mit mir

Die Tage werden kürzer und dunkler. Das Wetter grau und kalt. Man mag gar nicht mehr aufstehen. Isst nur noch Süßigkeiten und kann sich zu keiner Aktivität mehr aufraffen. 

Wie kommt das nur- wo man doch ansonsten so engagiert und frohen Mutes ist?  Zunächst die gute Nachricht: Menschen mit einem Winterblues sind nicht depressiv. Sie haben lediglich eine Stimmungsschwankung, die sich jedes Jahr um diese Zeit einstellt. Damit ist man gar nicht allein.  Fast jeder vierte soll betroffen sein. Dabei ereilt der Winterblues sogar mehr Frauen als Männer. 

Insgesamt spielen in dieser Zeit die Hormone verrückt. während in der hellen Jahreszeit durch das Licht das munter machende Hormon Serotonin erzeugt wird, produziert der Körper in der dunklen Jahreszeit viel zu viel des Schlafhormons Melatonin. So fühlen wir uns auch nach langem Schlaf immer noch müde. Magen- und Rückenschmerzen sind die Folge. Die Unzufriedenheit steigt und blockiert einmal mehr den Blick und das Empfinden für das Schöne.

Dabei ist es recht einfach, aus dem Winterblues ein white winter blue´s zu erleben und wach zu werden. Also richtig wach, glücklich und zufrieden. Glaubt Ihr es nicht? Ganz einfacher Selbsttest:

Bin ich müde, gehe ich bei Tageslicht raus und bewege mich nur ein paar Meter. Schon merke ich, wie ich recht schnell wach werde. Denn der Körper beginnt sofort mit der Produktion des Wachhormons Serotonin.

Winter white statt Winterblues

Also ist das erstbeste, rauszugehen. Egal, wie müde man ist. Diese geht schnell vorüber. Bei der Bewegung an der frischen Luft kommt als erstes der Kreislauf in Schwung. Der Motor ist also angelaufen. Jetzt heißt es, Licht einzufangen und zwar soviel wie nur möglich. Warum nicht ein dickes Sitzkissen mitnehmen und einen heißen Kakao und sich in der Sonne irgendwo auf einen Baumstamm, auf eine Bank oder auf einen Klappstuhl setzen…

Tageslicht bringt alleine schon bei bewölktem Himmel übrigens viermal so viel Energie fürs Wachhormon wie künstliche Beleuchtung in der Wohnung. Dazu kommt noch, dass kühle Luft einen viel höheren Sauerstoffanteil hat. Was wiederum wie ein Turbo für den eigenen Energiehaushalt funktioniert.

Sonne ja, Solarium nein

Wie eigentlich immer im Leben ist das Original die bessere Alternative. Wer also glaubt, sein Glück im Solarium zu finden, irrt.

Denn vor allem wird das Licht über die Augen aufgenommen. So cool also einen Sonnenbrille aussieht, so sollte man sie auch mal absetzen. Im Solarium dagegen muss man die Augen schützen. Der Effekt des Lichttankens ist damit gleich null. Abgesehen davon, dass allein der Hautkrebs sich freut.

Dem Wachhormon folgt das Glükshormon

Rafft man sich auf, raus zugehen, sich zu bewegen, Licht zu tanken, spürt man unweigerlich eine tiefe innere Zufriedenheit. Ein Phänomen, dass man an sonnigen Tagen fast nur gut gelaunte und glückliche Menschen trifft. Denn ist man erst einmal wach und zufrieden, sucht man die Nähe nach dem Partner oder seinem liebsten Haustier. Etwa zehn Minuten tägliche sanfte Berührungen fördern die Produktion der Glückshormone Endorphin, Dopamin oder Serotonin.

Kein Sport – das ist Mord

Bewegung in allen schonenden Formen ist gesund und unterstützt ebenso die großzügige Ausschüttung der Glückshormone. Jeden Tag sin in irgendeiner Form an der frischen Luft bewegen, wirkt wahre Wunder. Übrigens das ganze Jahr hindurch. Wer sich bewegt, ist kaum anfällig für den Winterblues. Wer sich bwegt, wird wacher und glücklicher.

Und dann gibts ja noch was zu Essen

Auch die Ernährung schlägt aufs Gemüht. Um Schlechten wie im Guten. Nein, so gerne ich selbst Schokolade esse- sie macht nicht glücklich.

Viel besser sind beispielsweise Nüsse, Haferflocken, Eier, frisches Obst und Gemüse. Abgesehen davon, dass man im Frühjahr keinen Ballast mitschleppt, der wiederum die Frühjahrsmüdigkeit fördert.

Lieber Sein als Bleiben

Also tun wir was für die Umwelt. Gehen raus und sorgen für gute Laune. Einen schönen Ort für eine solche Eskapade haben wir auf der Halbinsel Holnis entdeckt.  Bei herrlichem Winterwetter geht es auf dem Fördesteig entlang der Flensburger Förde ohne Telefon und Termindruck durch die Natur. Wenn wir dann abends nach Hause kommen, sind wir glücklich müde und geschafft. Und wissen, dass wir am anderen Morgen ausgeschlafen sind für einen neuen Tag.

Ein paar Eindrücke von unserem Draussen Sein haben wir mit dem Leica Objektiv M APO 75mm f/2 asph. aufgenommen. Es ist übrigens die einzige Brennweite, die wir auf diesem Ausflug dabei haben.

P.S. Am Wochenende ausgeschlafen

Ja, da war noch was. Auch am Wochenende früh aufstehen. Raus gehen. Vor allen anderen da sein. Die Ruhe genießen. Frühes Aufstehenträgt seinen Anteil daran, auch an den folgenden Wochentagen ausgeschlafen, wach und munter in den Tag zu starten.  Also runter vom Sofa- rein in die Sonne!

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