Tätorter Gotland | Tätort Slite

Slite, Gotland, Kodak Ektar, Leica M Summilux 1.4 50 asph. | © mare.photo

Tätorter Gotland | Tätort Slite

Im nördlichen Osten von Gotland liegt einer der wichtigsten Hafenorte der Insel. Der Tätort Slite gehört als Zentralort zu den Tätorter auf Gotland. Als drittgrößter Ort auf Gotland hat er etwa 1000 Einwohner. 

Slite ist Industrieort, Hafenort, hat einen Park, ein tolles Schifffahrtsmuseum und eben einer der wichtigsten Häfen auf Gotland. Viele Menschen arbeiten im großen Zementwerk von Heidelberger Zement. Die Rohstoffe werden gleich gegenüber der Hauptstraße abgebaut, Von einem kleinen Parkplatz kann man in den tiefen Kalkbruch schauen, der täglich größer wird.

Mittlerweile hat der Kalkbruch aber doch den Umweltschutz gegen sich aufgebracht, denn er frisst sich erbarmungslos in die bewaldete Landschaft. Wald ist kostbar auf Gotland und nun geht die Diskussion über Umwelt oder Geschäft in die nächste Runde.

So prägnant das Zementwerk ist, so ruhig und aufgeräumt wirkt das kleine Zentrum von Slite. Wie eine Ministadt zeigt sich die Ortsmitte mit kleinem Fußgängerbereich, den kleinen Läden und dem recht vielfältigen kulturellen Angebot. 

Slite hat alles

Gleich unterhalb liegt der Hafen von Slite. Strategisch ist er so gut gelegen, dass selbst Northstream von hier aus im ersten Abschnitt von hier aus zum Einsatzort gebracht hat. Die strategische Lage war es dann aber auch, die auf weitere so wichtige Geschäfte mit Russland aus Sorge um Spionage verzichtet hat.

Das beschauliche Schifffahrtsmuseum von Slite ist unübersehbar und erzählt die durchaus vielfältige Geschichte des Hafens. Auch nur einen Steinwurf entfernt liegen die kleinen Dorfstraßen mit den weißen Zäunen und den roten Holzhäusern. Und ebenso dicht liegt dann das schöne Strandbad in einer geschützten Bucht und einem weiteren, lang gezogenen Park.

Im Wettbewerb um das schönste Dorf in Schweden hätte Slite also durchaus Aussichten. Leicht hügelig ist die Landschaft, durchzogen mit schmalen Fußwegen. Der eigenwillig bemalte Turm stellt in uns die Frage, ob es sich bei diesem Bauwerk um einen extravaganten Leuchtturm handelt.

Doch augenscheinlich ist es der hiesige Wasserturm in einer Umgebung von Häusern aus der gefühlten siebziger Jahre Zeit. So steht in Slite auch eine der jüngsten Kirchen der Insel. Denn nach dem 14. Jahrhundert sollte es etwa 600 Jahre dauern, bis man wieder eine neue Kirche bauen würde. Diese erste war die Kirche in Slite.

Einen Tag haben wir uns für Slite genommen, genießen unser Picknick mitten im Zentrum und bewundern die Gelassenheit der Menschen, die hier leben.  Wir werden wieder kommen, da sind wir uns sicher.

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