Socknar Süden

Socknar Gotland | Sundre Socken – das südlichste Dorf auf Gotland

Socknar Gotland, Sundre Socken, Kodak Ektar, Leica M Elmarit 2.8 28 asph.
Socknar Gotland, Sundre Socken, Kodak Ektar, Leica M Elmarit 2.8 28 asph. | © mare.photo

Wir besuchen regelmäßig auf Gotland und besuchen aktuell den Süden der Insel. An dieser Stelle zeigen wir das südlichste Dorf auf Gotland.

Socknar Gotland | Sundre Socken – das südlichste Dorf auf Gotland

Sundre Socken ist die südlichste und vielleicht einsamste der Siedlungen / Socknar Gotland. Trotz Hauptsaison treffen hier hier wenige Menschen an. Natürlich ist der Nord-Gotland wesentlich spektakulärer, aber Süd-Gotland steht dem in seiner schlichten Schönheit in nichts nach.

Auf Gotland ist alles eben ein wenig ruhiger erst recht hier in Sundre Socken mit seinen etwa 20 Einwohnern. Damit ist Sundre Socken zugleich auch die kleinste der Socknar Gotland.

Ackerbau und Weideflächen für das Nationalsymbol, den Widder, prägen die Umgebung von Sundre Socken. Doch immer mehr der Farmer auf Gotland geben in Sundre Socken auf.  Das ist so schade wie verständlich, denn Sundre Socken verliert damit ein wenig seine Identität.  Aber die Landwirtschaft auf Gotland und auch hier in Sundre Socken war von jeher mühsam.

So haben Touristen vor allem aus Stockholm Sundre Socken für sich entdeckt und richten hier das ein oder andere Sommerhaus ein. Solche Eindringlinge sind also herzlich willkommen,  früher war das mal anders in Sundre Socken.

Aber wer früher von auswärts in die Sundre Socken von auswärts kam, war eben auch weniger friedfertig. Vielmehr kamen sie von See her und waren auf Raubtour.

So errichteten die Bauern bereits im 12. Jahrhundert in Sundre Socken einen Wehrturm. In diesem konnten sie sich bei Gefahr verschanzen. Vor allem sollte er abschreckende Wirkung entfalten. Heute steht er offen und verführt zur Besichtigung. Der Turm einen Durchmesser von etwa 15 Metern und eine Höhe von ca 18 Metern. Vermutlich war der Wehrturm im Mittelalter noch höher. Leider ist nicht bekannt, ob zum Wehrturm Sundre noch weitere Gebäude gehörten. Denn es ist nicht geklärt, ob es hier eine Burganlage gab.

Neben dem Wehrturm bauten die Menschen etwa 100 Jahre später die Kirche im für die Epoche üblichen romanischen Stil.  Auch sie diente neben dem Gottesdienst auch dem Schutz vor Angreifern. Die außergewöhnlich dicken und hohen Mauern weisen darauf hin.

Im Inneren der Kirche befinden sich Kalkmalereien biblischer Momente wie die weinende Jungfrau Maria mit dem ebenso trauernden Johannes. Auch zahlreiche Begebenheiten mit Jesus werden gezeigt. Diese Malereien entstanden mit dem Bau der Kirche. Im 15. Jahrhundert wurde der Innenraum mit dem auf Gotland weit verbreiteten Passionsfries ergänzt. In der Kirche  befinden sich Tafeln, die älter sind als die Kirche selbst. So kann man davon ausgehen, dass es bereits an gleichem Ort zuvor ein Gotteshaus gab, wahrscheinlich aus Holz erbaut.

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