Nordland

Rødøyløva in Rødøy auf Rødøya – Das Geheimnis des roten Berges

Rødøyløva, Helgeland, Kodak Ektar, Leica Summilux 1.4 50 asph
Rødøyløva, Helgeland, Kodak Ektar, Leica Summilux 1.4 50 asph. | © mare.photo

Vor der Küste im nordländischen Norwegen im Helgeland ragt eine leuchtend rote Insel aus dem Meer. Selbst bei grauem Wetter leuchtet sie rot. Diese Insel zieht unsere Blicke magisch an. Was ist das nur?

Rødøyløva in Rødøy auf Rødøya – Das Geheimnis des roten Berges

Wer einmal im Helgeland die Küste entlang gefahren ist, dem wird auf der nördlichen und damit längsten Fährfahrt auf dieser Route schon von weitem der magische rot leuchtende Felsen in der zerklüfteten Küstenlandschaft aufgefallen sein. Wir haben Einheimische gefragt, was es mit dieser Insel, dem Rødøyløva in der Gemeine Rødøy auf der Insel Rødøya auf sich hat.

Bereits vom Fähranleger Forvik leuchtet in de Ferne dieser rot-grüne Felsen, umgeben vom Einheitsgrau des Wassers und der anderen Inseln hebt sich diese mir unbekannte Felsformation hervor. Wir haben noch Zeit. ab Forvik fahren die Schiffe gerade am Wochenende und außerhalb der Saison sehr selten. So nutzen wir die Zeit für einen Einkauf im kleinen Supermarkt und einen Besuch des kleinen Freilichtmuseums. Zeit, das ist eine ganz andere Einheit in Helgeland, als das bei uns geläufig ist.

Ich frage die Menschen, die hier leben, was das für eine Insel vor ihrer Küste des Helgeland ist und warum sie trotz der trüben Witterung so leuchtet. Im Freilichtmuseum nahe Forvik gibt es eine kleine geologische Ausstellung, mit Gesteinen aus dem gesamten Norwegen. Hier bekomme ich die Antwort und dazu noch eine passende Erzählung über die sagenhafte Entstehung der Berge in der Umgebung.

Der leuchtende Berg, das ist der Rødøyløva in Rødøy auf Rødøya. Das sollte man sich möglichst nüchtern auf der Zunge zergehen lassen und immerhin ist es auch schon anderen Menschen aufgefallen, dass Rødøyløva in Rødøy auf Rødøya etwas ganz besonderes ist. Denn die Namen Rødøy und Rødøya leiten sich von Rødøyløva ab.

Seelöwe, roter Löwe, Rødøløyva…

In Norwegen gibt es also einen roten Löwen. Zumindest sieht der Berg Rødøløva so aus wie ein entspannter Löwe, der es sich bequem gemacht hat. Zumindest, wenn man eine abstrakte Vorstellungsgabe hat. Und weil zudem der Felsen wirklich auffällig rot schimmert, hat man ihm einfach den Namen „Roter Löwe“ gegeben, auf norwegisch eben „Rødøyløva“. Und wenn man einem Berg schon einen so prägnanten Namen wie „Rødøløyva“ gibt, kann man auch gleich die Insel und die darauf befindliche Gemeinde nach ihm benennen. So nennt sich die Gemeinde des „Rødøyløva“ eben kurz Rødøy und die Insel, auf der sich der Rødøløva befindet, Rødøya.

Wonach der „Rødøyløva“ aussieht, wissen wir ja nun, aber wie kommt er zu seiner Farbe, die immer auch dann leuchtet, wenn alles um ihm herum verblasst? Das, so sagt man mir, sei ein örtliches Wetterphänomen. Wenn Wolken aufziehen und sich alles in grauen Dunst hüllt, bleibt genau über dem Rødøyløva ein kleines Wolkenloch, durch das die Sonne strahlt und so die Gesteinsfarbe des Rødøyløva reflektiert.

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