Leica SL 75mm f2 aus dem praktischen Einsatz

Seit über einem halben Jahr haben wir das Leica SL 75mm f2 im Einsatz. Nun gibt es unzählige Tests auch über dieses Objektiv. Doch uns geht es nicht um Pixelzählerei oder 400fache Vergrößerung zur Schärfebeurteilung. Das überlassen wir jenen, die mit Fotografie nichts am Hut haben. Wir sind frei von seltsamen Amazon-Links und von irgendwelchen Herstellern und so dürfen unsere Leserinnen und Leser sicher sein, dass wir das schreiben, was wir denken.

Tatsächlich sind wir ganz unabhängig vom Leica SL 75mm begeistert. Genauso auch von der Brennweite 75mm an sich. Warum das so ist und was wir dann doch vermissen, dazu die folgenden Zeilen und Bilder.

Vom Sinn und Unsinn von Test (osteron) – Friedhöfen

Dass wir uns für das Leica SL 75mm f2 entschieden haben, haben sowohl Leica und wir dem Portraitfotografen Mark Kujaht zu verdanken. Er ist so begeistert von diesem Objektiv, dass es ansteckend ist. Uns hat er damit angesteckt.

Aber so einfach ist das dann doch nicht mit der Begeisterung. Die Bilder eines Fotografen zu sehen und dann das Kamerasystem selbst zu nutzen sind zwei verschiedene Paar Schuhe. So komme ich dann auch immer ins Grübeln, wenn sich der ein oder andere selbsternannte Tester (allermeist Männer – schade eigentlich) auf Youtube ergießt, nachdem er Kamera und Objektiv mal für ein paar Stunden in den Händen gehalten hat. Das ist in unseren Augen genau so sinnhaft, als wenn ein Porschefahrer eine halbstündige Testfahrt mit dem Bulli macht und darüber einen Test-Bericht schreibt. Aber es geht auch eher um dem Kick mit dem Klick – macht Amazon reicher / Corona können die anderen zahlen.

Nein, wer zum ersten Mal das SL-System in den Händen hält und eben auch das Leica SL 75mm f2, der braucht Zeit. Zeit sich auf dieses Objektiv einzulassen. Das Leica SL 75mm f2 will erobert und nicht benutzt werden. Wenn man sich auf das Leica SL 75mm f2 einlässt, wird man sich nicht mehr auf die unsinnige Diskussion einlassen: wer hat den längsten, Entschuldigung, den schnellsten Autofokus.  Männliche Tester eben. Mit dem Leica SL 75mm wird man irgendwann in den Fluss kommen und dann, aber auch erst dann entstehen Bilder, die man nie in seinen Ideen hatte.

Wofür das Leica SL 75mm?

Wie schnell der Autofokus bei dem ein oder anderen Hersteller ist, liegt bei mir im Bereich der Gleichgültigkeit. Denn wer seine Kriterien darauf beschränkt, hat Fotografie nicht verstanden. 

Es gibt keine eierlegende Wollmilchsau. Nein wirklich nicht. Und hoffentlich bleibt das so. Denn sonst würde unser noch verbliebenes kreatives Leben weiter verkümmern. So gehört das Leica SL 75mm f2 zu den kreativen Werkzeugen für ganz bestimmte fotografische Themen. Da hat ein vielleicht langsamerer Autofokus mitunter deutlich mehr Sinn. Aber auch das ist ein Lernprozess. Nicht der Technik sondern der Fotografie wegen. Im Verlauf davon mehr.

Unsere Entscheidung für das Leica SL 75mm f2 ist das Ergebnis einiger Suchkriterien. Grundsätzlich mögen wir an Leica, dass an schier endlosen Menüs und Untermenüs gespart wird. Das Wesentliche zählt und genau das macht uns frei zum Gestalten einer Fotografie.

Als die Leica SL auf den Markt kam, schrieen die verhinderten Fotografen und Ingenieure förmlich das Gewicht und die Größe dieses Systems nieder. Genau wie auch den Preis. Nie ein solches System in den Händen gehalten zu haben. Da sind wir wieder bei der Theorie. Aber wir wollen ja erzählen, wie wir ganz praktisch mit dem Leica SL 75mm f2 fotografieren.

Vor dem Kauf des Leica SL 75mm f2 haben wir uns maßgeblich folgende Fragen gestellt:

  • Nahbereich: Mit welchem Objektiv und welcher Brennweite ist man in der Lage, schöne Nahportraits genauso zu machen wie Detailaufnahmen von Pflanzen, Speisen, Kunstgewerbe… 
  • Natürlicher Kontrast, harmonische Schärfe: Wie erreiche ich eine Bildsprache, die den Augen und der Seele schmeichelt und entspanntes, damit längeres Betrachten des Bildes ermöglicht. 
  • Bokeh: Wie verhält sich die Schärfenebene und wie gestaltet sich der Bereich außerhalb des Fokus….
  • Einsatzspektrum: Wie universell kann ich ein einzelnes Objektiv einsetzen. Bin ich mit der Brennweite in der Lage, sowohl Portraits wie auch Reisereportagen, Museumsvorstellungen oder Naturaufnahmen zu gestalten.
  • Wetterfestigkeit: Wie widerstandsfähig ist das System bei „schlechtem“ Wetter oder in staubiger und stürmischer Umgebung

Wir haben auch keine Eile, unsere Bilder auf Social media zu posten. Dafür sind sie uns nämlich zu schade. Und wir uns auch.  Nein, wir möchten keine Bilder für virtuelle übequellende Mülleimer. Wir möchten Bilder, die Geschichten erzählen. Geschichten, die wir mit Begeisterung und Freude wiedergeben  oder schreiben wollen.

Da kommt uns das Leica SL 75mm als Werkzeug gerade recht. Es ist wie ein guter Füllfederhalter beim Schreiben. Auch ein Füllfederhalter soll sich gut anfühlen, soll sanft und bestimmt zum Papier sein, soll Freude machen beim Schreiben. Wenn man im Einklang mit seinem Werkzeug steht, wird man einen anderen Bezug zur Fotografie an sich selbst entdecken und die Jagd nach Pixeln und Geschwindigkeit anderen überlassen. 

Leica SL – Nicht für Jeden und nicht für Alle

Ja, zugegeben: Leica hat eine elitäre Kundschaft. Die kauft Leica-Produkte, weil sie Leica sind. Es wird auch viele Kunden geben, welche die Leistung einer Leica nie zu schätzen wissen. Hauptsache, das Leder ist grün und der Schriftzug limitiert. Das ist gut für die Marke, rein wirtschaftlich gesehen.

Neben dieser gibt es eine Kundschaft, die kauft eine Leica, weil ihr Produktkonzept bei keinem anderen Hersteller zu finden ist. Diese Kundschaft ist wieder so unterschiedlich wie Menschen sein können. Die einen sind stolz, eine Leica zu haben, anderen ist es eher unangenehm, damit aufzufallen. Beide eint aber, dass sie sich die Leica als Werkzeug ausgesucht haben, mit dem sie sich verwirklichen können. 

Zu dieser Gruppe möchten wir uns zählen. Wir schätzen das Konzept des Wesentlichen. Kein Schalter, kein Menüpunkt, ist zu viel. Auf Programmautomatiken wird genauso verzichtet wie auf irgendwelche vermeintlich kreativen Filter. Wir möchten Fotografieen machen, die einen Ausschnitt aus dem Leben spiegeln. Genau dieses Leben wird uns die Leica nach einigen Jahren und zahlreichen Begegnungen zeigen. Mit abgenutzten Kanten und verbeulten Gegenlichtblenden. Ob wir dabei eine gebrauchte oder neue Leica kaufen, ist einerlei, Hauptsache, sie funktioniert. Zugegeben, ich war schon immer so: Lieber verzichte ich als mich mit einer Alternative zufrieden zu geben, die meine Seele nicht berührt.

So hat die Leica SL ihr Gewicht und ihren Preis. Aber wir finden sie schön. Nehmen sie gerne in die Hand und in den Worten von einem Mark Kujath: Wir lieben sie. Da akzeptiert man auch Mankos. Abgesehen davon, dass es keine Kamera gibt, die alles kann. Stehen wir ganz selbstbewusst zu.

Da ist übrigens wieder der Praxisbezug. Kamera und Objektiv wiegen auf dem Papier wie die Pest. Muss man mal in der Hand halten. Da vergisst man das Gewicht. Fühlt sich einfach gut an. Wenn wir sie schon in der Hand halten, dann auch gleich vors Auge. Denn nun widmen wir uns dem eigentlichen. Dem Fotografieren.

Leica SL 75mm – Das Bokeh

Eigentlich ist ein Bokeh ein Makel an einem Objektiv. Denn außerhalb einer bestimmten Ebene wird die Umgebung unscharf. Aber bekanntlich lassen sich Schwächen ja als Stärken nutzen und so haben Leica-Objektive seither immer ein sehr fein nuanciertes Bokeh. 

Nun haben wir mit dem Leica SL 75mm zum ersten Mal ein Objektiv der SL-Serie und waren zu Beginn doch sichtlich irritiert, was uns da als Bokeh erwartete. Das war so ganz anders als wir es zum Beispiel vom Summilux M 50mm kennen. Von einem Hintergrund, der sich in Wohlgefallen auflösen würde, konnte auf einmal keine Rede mehr sein. Zugegeben, wir bewegten uns beim Betrachten irgendwo zwischen Entsetzen und Begeisterung.

Denn mit dem SL 75mm und das wird wohl bei allen SL-Objektiven eine vergleichbare Charakteristik haben, bleibt der Hintergrund deutlich erkennbar. Was in anderen Objektiv-Serien in sanfte oder grobe Unschärfe zerfließt, wird beim Leica SL 75mm einzig in einen zunehmend abgeschwächten Kontrast gezeigt. Wie die das machen, da komme ich nicht hinter. 

Mit der Zeit haben wir aber gelernt, dieses Konzept kreativ zu nutzen und nun den Hintergrund und manchmal auch den Vordergrund in unsere Geschichte als gestaltendes Element mit einzusetzen.

Leica SL 75mm – Die Nahfotografie

Mit dem Objektiv so nah wie möglich an ein Objekt herangehen zu können und dabei einen größtmöglichen Abbildungsmaßstab zu bekommen ist eines der wichtigsten Kriterien in unserer Objektiv-Wahl. Ganz gleich, ob wir auf unseren Reisen einen Pott Kaffee oder während einer Reportage in einem Handwerksbetrieb ein Werkzeug darstellen wollen- wir möchten entspannt ohne Objektiv-Wechsel arbeiten.  

Mit einem kleinstmöglichen Objektfeld von 12x18cm bietet das Leica SL 75mm einen Abbildungsmaßstab von 1:5. Damit sind wir also in der Lage, das Große Ganze aufzunehmen und um Details zu ergänzen. Ein Objektivwechsel bleibt uns erspart. Gerne würden wir damit auch einen Trauring in Szene setzen oder eine Hagebutte. Aber hier beginnt ein Bereich, den man mit dem Leica SL 75mm nicht mehr abfängt. Ein Fotograf wie Mark Kujath hat für diesen Fall aber zusätzlich die Leica Q in der Tasche, die wesentlich dichter ans Geschehen heran kommt, grundsätzlich aber mit 28mm Weitwinkel arbeitet.  

Hilfreich ist es, die Kamera für Nahaufnahmen in den manuellen Modus zu versetzen und von Hand zu fokussieren. Solche Motive mit dem Autofokus einzufangen ist schon eine Herausforderung. Vor allem bei niedrigem Kontrast.

Wichtig ist, dass man Nahaufnahmen nicht ausschließlich mit Blende 2 aufnimmt. Um eine Struktur zu bekommen ist durchaus ein Abblenden bis zur Blende 8 empfehlenswert!

Leica SL 75mm – In der Reisefotografie

Einer unsere Schwerpunkte ist die Reisefotografie. Nicht ohne Grund rezensieren wir regelmäßig Neuerscheinungen von Dumont oder dem berühmten Lonely Planet. Der Verlag weiß unsere Artikel zu schätzen.  

Reisen stehen einfach im starken Zusammenhang mit Bildern. Bilder, die man mit bestimmten Regionen der Erde verbindet. Auf seinen Reisen entstehen Bilder, die sich in die Seele brennen. Die Aufnahmen mit der Kamera helfen, die Erinnerungen aufzurufen. 

Die Leica SL und vor allem auch das SL 75mm f2 wird kaum dazu verführen, am Tag 1000 Bilder zu produzieren und dann zuhause seine Erinnerung in einem Bilderszunamie zu ersaufen. Mit dem Leica SL 75mm sucht man seine Motive aus und wird mit einer anspruchsvollen Auswahl nach Hause kommen.

Dabei ist es sicherlich für die meisten Menschen unvorstellbar, einzig mit einer Brennweite von 75mm los zu ziehen. Aber wer sich darauf einlässt, wird eine ganz andere Bildsprache finden und die Flexiblität von Nah- und Fernaufnahmen zu schätzen wissen. Wir haben beispielsweise einen Tag lang die wunderschöne Stadt Flensburg an der deutsch-dänischen Grenze einzig mit dem Leica SL 75mm f2 portraitiert, einschließlich einiger Museen.

Leica SL 75mm – das Reportageobjektiv

Man nenne mir eine klassische Reportage-Brennweite. Schlagartig kommt unweigerlich das 35mm Objektiv. Mit einem 75mm  Objektiv eine ganze Reportage machen? Unvorstellbar.

Aber nur so lange, wie man es nicht ausprobiert. Wir haben es gewagt. Ob ein kleines Atelier oder eine kleine Werkstatt- wir haben einzig das Leica SL 75mm mitgenommen und sind damit auf Motivsuche gegangen. Nein, nicht alles kommt mit aufs Bild, aber alles Wesentliche.  Wir möchten Eindrücke sammeln, ein Puzzle erstellen, welches den Alltag oder die Fertigung erzählt. Geht mit einem Weitwinkel auch. Aber ganz anders. Die Bilder mit dem Leica SL 75mm wirken weniger dramatisch, zeigen Ausschnitte, entstehen diskret und doch präsent. Gerade der Schärfe- bzw. Kontrastverlauf des Leica SL 75mm hat uns ganz unerwartete Resonanzen beschert. 

Leica SL 75mm – Museumsfotografie

Wir können nur jeder / jedem empfehlen, sich die zahlreichen Dorfmuseen vorzunehmen und dort zu fotografieren. Dort finden sich so viele Motive, dass man drei Leben bräuchte, um sie alle zu entdecken.

Nein, Dorf- und Heimatmuseen sind nicht langweilig. Ich kann unsere kleinen Kinder mitnehmen und sie sind vor Neugierde gar nicht mehr zu bremsen. Oft dürfen sie in irgendeiner Ecke sogar manches Exponat ausprobieren.  Mehr Retro als in einem Heimatmuseum wird man kaum finden können.

Ein solches Museum mit dem Leica SL 75mm zu portraitieren ist ein wahrer Genuss. Es werden Bilder entstehen, die das Leben aus vergangener Zeit wieder lebendig machen. Gerade in Verbindung mit natürlichem Licht vermittelt das Leica SL 75mm den Charakter alter analoger Filme.

Gerade mit Offenblende 2, unsere meist genutzte Blende, wird das Objektzentrum klar und kontrastreich in den Fokus gerückt und dezent zu den Bildrändern hin eingebettet. Im monochromen Bereich kommt man dem Noire-Effekt alter Schwarz-Weiss-Filme sehr nah. Dabei erreicht man mit dem Leica SL 75mm eine unvorstellbarer Klarheit, ohne die Augennerven des Betrachters zu überfordern.

Fein nuanciert zeigen sich die Hell-Dunkel-Bereiche. Schatten werden dabei harmonisch durchzeichnet. So dürfen Schatten auch Schatten bleiben. Eine Nacht muss nicht zum Tag gemacht werden. Nein, wir wollen jetzt nicht über andere Objektiv-Qualitäten und wahnhafte Bearbeitungs-Orgien sprechen. Wir wollen vermitteln, dass man letzteres mit dem Leica SL 75mm einfach nicht nötig hat.

Leica SL 75mm – Das Portraitobjektiv

Portraits, das sind gängiger Meinung nach die Stärken des Leica SL 75mm. Ja, aber… Wir machen zahlreiche Kinderbilder in natürlicher Umgebung. Die Kinder sollen sich frei bewegen, sollen nicht der Kamera folgen, sondern umgekehrt. 

Das ist ein ganz schön anspruchsvoller Lernprozess- mit dem Leica SL 75mm.  Ich selbst habe es nicht für möglich gehalten, an einem Tag mit lebendigen Kindern über 1000 Bilder aufzunehmen (ich schieße einfach keine Bilder!)

Man muss sich schon darauf konzentrieren, den Autofokus auf die Portraitieren zu halten und ihnen damit zu folgen. Bewegen sich die Kinder schnell auf die Kamera zu, ist das eine echte Herausforderung. Viele Bilder werden unscharf. Ob das nun systembedingt oder eigenes Unvermögen ist, mag ich nicht beurteilen. Bin da aber ganz offen, hinzuzulernen. 

Wunderbar funktioniert der Autofokus des Leica SL 75mm, wenn sich die Kinder parallel zur Kamera bewegen oder der Abstand einigermaßen statisch ist. Erwachsene zu portraitieren oder gar eine Hochzeit damit aufzunehmen, ist deutlich einfacher. Aber bewegte Kinder kann man fast schon ins Genre des Sports packen und da wäre für mich (und auch einem echten Sportfotografen wie Stefan Groenveld) ein anderes System sicher einfacher zu bedienen.

Doch der Bildausdruck macht all die Verzweiflung wieder wett, wenn man bei der Auswahl der Bilder zügig die Spreu vom Weizen trennt. Selbst ein Freund, dessen Anspruch eigener Familienfotos beim Smartphone endet, meinte, solche Bilder noch nie gesehen zu haben.

Auch hier gilt, sich Zeit zu nehmen für die Aufnahmen. Das Leica SL 75mm ist sowohl von der Brennweite wie auch vom Bildausdruck einzigartig, was die Ausgewogenheit von Kontrast, Schärfe und Bokeh betrifft. Und genau das sind die bildgestaltenden Mittel. Wer wird schon am Ende des Tages nach der Geschwindigkeit des Autofokus fragen.

Leica SL 75mm – Das Landwirtschafts-Portrait

Landwirtschaft, ob historisch oder modern ist ein hoch emotionales und vielfältiges Thema. Genau diese Emotionen möchten wir in unseren Bildern vermitteln. 

Dazu gehört Technik, gehören Tiere, Felder oder Gebäude. Wir lieben die landwirtschaftliche Fotografie. In unseren Bildern möchten wir den Alltag auf den Bauernhöfen wieder spiegeln. Viele Höfe haben einen historischen Hintergrund und eine moderne Gegenwart. Stehen vorne die gigantischen Mähdrescher, parkt in verlassenem Unterstand wahrscheinlich noch ein alter Traktor.

Mit dem Leica SL 75mm gelingt es mir sehr komfortabel, mich den unterschiedlichen Epochen und genauso auch den vielseitigen Facetten eines Hofes zu nähern. Das Zusammenspiel von natürlichem Licht und hoher Dynamik erzeugt Bilder, die alles andere als künstlich aussehen.

Gerade durch den Einsatz der offenen Blende gelingen mir mit dem Leica SL 75mm Streiflichter der unterschiedlichsten Perspektiven. Heraus kommen Bilder, die in ruhiger Atmosphäre Sehnsucht und Träume vermitteln und mich für einen Moment in jene Zeit zurückversetzen.

Leica SL 75mm – Objektivtests, mit denen man etwas anfangen kann

Wir versuchen, mit minimaler Technik auszukommen. Je kleiner die Fototasche ist, desto befreiter fühlen wir uns. Hier konnten wir einige Einblicke in unser Fotografieren mit dem Leica SL 75mm geben. 

Sicherlich ist jede Objektiv-Vorstellung subjektiv. Deswegen unterlassen wir es , von einem Leica SL 75mm Test zu sprechen. Rückblick, oder Review passt da schon besser.

Schaut Euch auch andere Rückblicke, Reviews, an. Aber sind das oftmals wirklich Rückblicke, wenn mal jemand für einen Tag eine Kamera ausleiht? Vor allem jeden Tag eine andere? Ist Treue nicht auch eine gewinnbringende Emotion?

Grundsätzlich sollte man bei sogenannten Reviews zunächst einmal schauen, wie viele Amazon-Links zum Anklicken animieren und- welches Niveau der Tester ( in den allerseltensten Fällen eineTesterin) in der Fotografie an sich an den Tag legt.

Wir haben einige Adressen herausgesucht, deren Artikel oder Filme sich kompetent inhaltlich  in der Anwendung diesen Objektivs widmen. Virtuelle Anzeigenfriedhöfe bleiben bei uns außen vor. Ebenso diese wirklich sinnlosen „Labor-“ Tests. Die braucht nun wirklich kein Mensch. Vor allem nicht bei Leica-Objektiven und auch sonst nicht. Denn Theoretiker sind Menschen, die praktisch nur denken, aber nicht unbedingt praktisch denken. Will heißen, deren Tests fehlt der Bezug zur Praxis. 

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