Fiskeläge auf Gotland – Fischerstelle Kovik Fiskeläge

Kovik Fiskeläge, Kovik Museum, Fiskeläge Gotland, Kodak Ektar, Leica M Elmarit 2.8 28 asph.
Kovik Fiskeläge, Kovik Museum, Fiskeläge Gotland, Kodak Ektar, Leica M Elmarit 2.8 28 asph. | © mare.photo

Im Südwesten der Insel Gotland sind wir auf die Fischerstelle Kovik gestoßen, die eigentlich aus allen Fischerstellen auf Gotland zusammen getragen wurde. Damit haben wir einen Ort entdeckt, der uns immer wieder tief berührt.

Gestern war heute: Fiskeläge auf Gotland – Fischerstelle Kovik Fiskeläge

Wenige Kilometer nördlich von Klintehamn liegt in Sanda eine der historisch sehenswertesten und rustikal gesehen schönsten Fiskeläge auf Gotland, die Fischerstelle Kovik Fiskeläge. Sie ist zudem das offizielle Kovik Fiskerimuseum / Kovik Fischereimuseum.

Die Kovik Fiskeläge ist sicherlich eine der bekanntesten Fiskeläge auf Gotland und liegt an der südlichen Westküste von Gotland. Sie liegt an einem der schönsten Straßenabschnitte, die Landstraße L 140 führt zwischen Västergarn und dem südlichen Zentralort immer parallel zur Küste entlang.

Etwas abgeschieden vom Trubel ist die Kovik Fiskeläge vom Parkplatz aus nur zu Fuß erreichbar, sie zeigt das typische Umfeld, dass früher die Fiskeläge auf Gotland hatten.

Ruhig geht es hier zu, seitdem die Berufsfischerei nur noch dem Nebenerwerb dient. Die Arbeit war immer sehr hart, reich geworden ist wohl kein Fischer davon. Entsprechend bescheiden waren auch immer die Hütten, wie man sie in der Kovik Fiskeläge vorfindet.

Dabei geht die Tradition der Fischerei an diesem Ort bis ins 11. Jahrhundert zurück, zu jener Zeit, zwischen dem 9. und dem 11. Jahrhundert begannen die Wikinger, die Kovik Fiskeläge zu errichten. Nahe der Hauptstraße hat man frühzeitliche Slipanlagen entdeckt. Also lag der frühe Hafen viel weiter landeinwärts, aber er verlandete mit der Zeit.  Ausbaggern konnte man einen Hafen im frühen Mittelalter noch nicht, also zogen die Fischer wieder in die Nähe der Küstenlinie.

Die heutige Anlage der Kovik Fiskeläge besteht in ihrer Form erst seit 1930. Denn eigentlich standen die Hütten ziemlich verwahrlost und vom Verfall bedroht dichter am Meer. Doch es gab Menschen, die liebten diese Fischerstelle der Künstler Erik Olsson aus Sanda, der Landwirt Edvin Olsson aus Norrgärda und der Fischer Helmer Larsson machten sich Gedanken, die Gebäude zu erhalten.

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Kovik Fiskeläge, Fiskeläge Gotland, Kodak Ektar, Leica M Elmarit 2.8 28 asph. | © mare.photo

Sie brachten die Gebäude der Kovik Fiskeläge auf diese Landzunge, an der sich die Fischerstelle heute befindet. Und damit schufen sie ein ganz besonderes und wunderschönes Museum, das Kovik fiskerimuseum. Von allen damals vorhandenen Fiskeläge auf Gotland haben sie 20 Gebäude zusammen getragen, etwa 700 typische Gegenstände aufbereitet und 14 Ruderbooten ihren neuen Platz gegeben. So ist die Kovik Fiskeläge keine echte historische Fiskeläge auf Gotland, aber eben als Kovik Fiskeläge bei den Menschen bekannt und als solche geliebt.

Wir finden hier Netzgärten, in denen die Fischernetze wie an Wäscheleinen getrocknet wurden, genauso haben die Menschen ein Leuchtfeuer aus damaliger Zeit rekonstruiert, welches eher an einen riesiegen Feuerkorb erinnert. Auch wurden die Slipanlagen nachgebaut, die die schweren Ruderboote auf den Strand zogen.

Im Jahr 1965 kam ein weiteres Kleinod zur Kovik Fiskeläge, die kleine Fischerkapelle Kovik. Wir haben hier in der Kovik Fiskeläge spontan einen Abendgottesdienst besucht begleitet von den Klängen einer Violine und eines Akkordeon erlebt in einer unvergesslichen Atmosphäre.

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