Kodak Tmax 100 – stark in der sonne

Bilder mit Kodak Tmax 100 bei Sonnenschein entlang der Schlei

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Schlei, Kodak Tmax 100, Leica M Elmarit 2.8 28 asph.

Kodak Tmax 100 auf die Fine Art

entlang der Schlei

Der Kodak Tmax 100 gehört zu den modernsten und feinkörnigsten Filmen der analogen Fotografie. Aber ein feines Korn ist die eine Geschichte. Zu einem hervorragenden niedrigen Film gehört auch eine gewisse Schärfe und eine feine Nuancierung der Grautöne. Nachdem wir für zwei weitere Artikel den Kodak Tmax 100 im Nebel und bei grauem Wetter eingesetzt haben, probieren wir ihn heute bei kräftigem Sonnenschein. Dazu fahren wir entlang der Schlei in Norddeutschland. Die Schlei ist ein etwa 40 Kilometer tiefer Meeresarm der Ostsee und endet in der Wikingerstadt Schleswig.

Schlei, Kodak Tmax 100, Leica M Elmarit 2.8 28 asph.

Sattes Schwarz, warmes Weiss

Wenn das Licht von der Seite kommt

Moderne Schwarz-Weiß-Filme verfügen in der Regel über Flachkristalle und sorgen damit für eine sehr feine Kornstruktur. Was der hohen Auflösung zugute kommt, nimmt aber einigen Komfort in der Belichtung. Der Belichtungsspielraum des Kodak Tmax 100 ist lange nicht so wie beispielsweise einem Kodak Tri X. Dieser ist allerdings wesentlich grobkörniger.

Es bedeutet eben, dass der Kodak Tmax 100 korrekt belichtet sein will. Dazu richtet man den Belichtungsmesser auf etwa die mittlere Helligkeit des Motivs. Was dann allerdings im Schatten liegt, ist auch wirklich dunkel.

Das sollte man aber eher zur Bildgestaltung und zum Bildausdruck nutzen denn als Nachteil zu sehen.  Dunkelkammer-Fetischisten  werden aber auch bei dramatischen Lichtverhältnissen mit entsprechenden Mixturen und Zonenmessungen noch viele Details aus dem Dunklen heraus holen könne, wenn sie die dunkle Seite eines Bildes nicht um Dunkeln lassen möchten. Aber wie gesagt, für uns ist es bildgestaltend.

Die hellen Flächen werden dabei allerdings nicht überstrahlt, selbst weiß wird harmonisch wiedergegeben.

Kodak Tmax 100 setzt Kontraste

tiefes Schwarz und warmes Weiss

Wann immer möglich nutzen wir einen Orangefilter. So werden Wolken fein nuanciert abgebildet und der Himmel leicht abgedunkelt. Mit der Sonne zeigt sich der Kodak Tmax 100 naturgemäß von seiner kontrastreichen Seite, verzichtet aber dann in geringem Maße auf eine hohe Differenzierung der Mittelwerte. 

Werden dunkle Bildteile nicht beleuchtet und belichtet man für ein ausgewogenes Motiv auf die mittleren Helligkeiten, verbleiben diese in fast undurchdringlichem Schwarz. Das kann aber gestalterisch durchaus ein Vorteil sein.

Belohnt wird man mit einem kräftigen Bildausdruck, der selbst bei starken Vergrößerungen ohne sichtbares Korn bleibt.

Schlei, Kodak Tmax 100, Leica M Elmarit 2.8 28 asph.
Schlei, Kodak Tmax 100, Leica M Elmarit 2.8 28 asph.

Kodak Tmax auf der Sonnenseite

Auf Augenhöhe. Respektvoll. Frei

Eine gewisse Dreidimensionalität erreicht man, wenn die Sonne schräg von hinten kommt. Das Bild erreicht unter diesen Bedingungen in Verbindung mit Kombination mit dunkleren Elementen seinen höchsten Kontrast und die beste Wiedergabe der mittleren Grautöne. Schatten werden perfekt durchgezeichnet, was in einem solchen Fall mehr an der Umgebung als am Kodak Tmax 100 liegt.

Der Landschaftsfilm

Unverzerrt. Verträumt.

Egal, welche Witterung bevorzugt wird, Landschaftsfotografen in der monochromen Fotografie setzen häufig den Kodak Tmax 100 aufgrund seiner hohen Auflösung, seinem der Situation entsprechend ausgewogenen Kontrast und der hohen Schärfe.

Mit dem Sonnenlicht bekommen die Bilder eine hohe räumliche Tiefe, zumal sich die bildgebenden Elemente durch die hohe Kantenschärfe sehr gut voneinander differenzieren.

Schlei, Kodak Tmax 100, Leica M Elmarit 2.8 28 asph.

„Der Kodak Tmax 100 steht für brilliante Schärfe, ausgewogenem Kontrast und dem feinsten Korn seiner Klasse."

Schlei, Kodak Tmax 100, Leica M Elmarit 2.8 28 asph.

Unser Fazit

Auch ein Schönwetter-Film. Aber nicht nur.

Der Kodak Tmax 100 liebt die Sonne. Hier zeigt er einen für einen ISO100 Film angenehmen Kontrast, bedingt durch seinen niedrigen Belichtungsspielraum. Bei normaler Entwicklung sollte man ihn nicht mehr als mit ISO 80 belichten.

Möchte man in den Schwärzen die Details besser hervorheben, bietet sich in Kombination mit entsprechender Push-Entwicklung eine Belichtung mit ISO 200 an. Das Korn wird dabei aber minimal gröber.

Denn durch den geringeren Belichtungsspielraum bei modernen Flachkristall-Filmen sind die Schwärzen schneller erreich. Auf jeden Fall sollte man bei hohen Kontrasten die Belichtung auf die Schatten messen, möchte man die Details in den Schwärzen heraus arbeiten. Liebt man aber das kräftige Schwarz und möchte auch die hellen Bildpartien (z.B. einzelne Wolken) noch deutlich differenziert halten, kann man den Kodak Tmax 100 gut auf die mittleren Grautöne belichten. Eventuell sollte man zwei verschiedene Belichtungen vornehmen.

Wer sich einen höheren Kontrast wünscht, dem bietet sich der Kodak Tmax 400 an mit entsprechend höherer Empfindlichkeit und für seine ISO-Klasse extrem feinem Korn.

Aber auch im ISO 50 Bereich gibt es eine spannende Alternative: Den klassischen und extrem feinkörnigen Ilford Pan 50.  Er will allerdings beherrscht und nach der Belichtung vor allem schnell verarbeitet werden. Das Kontrastverhalten des Ilford Pan 50 ist etwa mit dem des Kodak Tmax 400 vergleichbar.

Der Kodak Tmax 100 ist in unseren Augen ein sehr feinkörniger Film mit einem durchweg ausgewogenen Verhalten. Und damit ein echter Fine Art Film. Dabei dürfte er sich aber wenig vom sehr ähnlichen Ilford Delta 100 unterscheiden. 

In der persönlichen Filmentwicklung wird man das Maximum diese Filme heraus holen können.

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