Roma Klosterruine – Kirchenruinen auf Gotland

Kloster Sancta Maria de Gutnalia, Klosterruine Roma, Gotland, Kirchenruinen Gotland | © mare.photo

Wir haben gehört, dass es in Roma eine Ruine geben soll- eine Klosterruine. Nun sind wir schon einige Tage auf der Insel und haben manche Ruine gesehen. Ist denn nicht eine dieser Relikte aus alten Zeiten wie die andere?

Kloster Sancta Maria de Gutnalia, kurz: Klosterruine Roma

Wer von der Klosterruine Roma auf Gotland spricht, meint das ehemalige Koster Sancta Maria de Gutnalia in Roma auf Gotland. Bleiben wir bei der Klosterruine Roma, das ist einfacher zu merken. Die Klosterruine Roma bildete einst ein wichtiges Zentrum der Mönche des Zisterzienser-Ordens. Heute bildet es das Zentrum eines einzigartigen Ausflugs- und Veranstaltungsortes mit Bühne, kleinem Shop und gemütlichen Café.

Die Zisterzienser-Mönche des Roma Kloster stammten aus dem smaländischen Nydala und bauten diese Gebäude im Jahr 1164 in bescheidener Ausführung. Ihr Orden verschrieb sich der Bescheidenheit, und so wurde auch dieses Bauwerk sehr schlicht gehalten. Es dauerte nicht lange, da entwickelte sich dieser Ort zu einem bedeutenden Zentrum für Wirtschaft und Religion.

Vorbild des Roma Kloster war ein Kloster im französischen Burgund, dem Gründungsort des Ordens. Rund um den rechteckigen Klosterhof wurden alle wichtigen Gebäude angeordnet. Auf der Nordseite der Klosteranlage hatte die Kirche ihren Platz. Und sie ist es auch, die heute als Ruine erhalten geblieben ist. Zudem stehen in direkter Umgebung noch einige erhaltene Vorratshäuser des Roma Kloster.

Die Reformation veränderte auch auf Gotland alles. Um das Jahr 1530 kam es infolge dessen zur Übernahme durch das dänische Königreich. Verwendung fand man für die einstigen Klostergebäude allerdings nicht, ein Umbau schien zu aufwendig. Also überließ man die Anlage des Roma Kloster dem Verfall. Die Reste des Kirchengebäudes nutzte man als Viehstall. Um das Jahr 1730 beschloss der Landeshauptmann J. D. Grönhagen den Bau eines neuen Gutshauses. Dafür benötigte er Steine. Und die fand er in den Nebengebäuden des Roma Kloster, die für den Neubau dann abgerissen wurden. Nur die Kirche, die ja als Stall schon eine Funktion hatte, entging so dem totalen Abriss.

Schaut man sich das Gutshaus an, so erkennt man in den Portalen der Flügelbauten Elemente  des Roma Kloster. Auch das kreuzförmige Fenster im Westgiebel des Haupthauses fällt auf, es stammt ebenfalls aus den Gebäuden des Roma Kloster.

Heute dient die Kirchenruine des Kloster Roma als Theaterbühne. Hier werden jährlich im Sommer Shakespeare- Aufführungen angebotent. Im Gutshaus aus dem Jahr Jahr 1730 gibt es wechselnde Ausstellungen, ein kleines uriges Café und einen kleinen Kunsthandwerker-Laden. 

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