Architektur Nordland

Architektur in Norwegen | Die Helgelandbrücke

Helgelandbrücke, Helgeland, Kodak Ektar, Leica Elmarit 2.8 28 asph.
Helgelandbrücke, Helgeland, Kodak Ektar, Leica Elmarit 2.8 28 asph. | © mare.photo

Einer der schönsten Küstenabschnitte liegt in Nordland. Hier führt einer der schönsten norwegischen Landschaftsrouten immer in unmittelbarer Nähe der Küste. Abwechslungsreiche Landschaften wechseln sich mit durchaus ebenso spannender Architektur ab. Auf unserer Tour entlang der norwegischen Küste vereinen sich im Helgeland Landschaft und Architektur auf besondere Weise.

Architektur trifft auf Landschaft: Die Helgelandbrücke

Helgeland ist der südlichste Teil der Provinz Nordland und war einst heiliges Land der Wikinger. Heute führt die Straße RV 17 als eine der schönsten Landschaftsrouten durch das Helgeland. Kurz hinter Sandnessjøen führt eine der größten Schrägstrebenbrücken der Welt über den Leirfjord, die Helgelandbrücke. Sie verbindet die Kommune Alstahaug auf der Insel Alsta mit dem Festland.

Über eine langgezogene Rampe führt die Straße auf der Insel Alsta zur Helgelandbrücke, die in ihrem ersten Abschnitt deutlich ansteigt. Entsprechend sind die beiden Türme, an denen die Schrägstreben hängen, unterschiedlich hoch. Von der Insel Alsta aus gesehen beträgt die Höhe des ersten Turmes 127 Meter hoch, der zweite Turm 138 Meter hoch.

Die längste Spannweite der Helgelandbrücke beträgt 425 Meter, die Gesamtlänge der Brücke 1065 Meter bei einer Breite von 12 Meter. Die maximale Durchfahrtshöhe der Schiffe unter der Helgelandbrücke ist mit 45 Metern berücksichtigt. Um die Schwingungen der Helgelandbrücke aufnehmen zu können und eine hohe Windstabilität zu gewährleisten, haben die großen Fundamente eine Tiefe bis zu 31 Meter. Denn Helgeland ist für seine Sturmsaison berüchtigt. Entsprechend muss sie Sturmböen mit einer Geschwindigkeit bis zu 250 km/h aushalten.

Die vom Ingenieur Holger S. Svensson entworfene Helgelandbrücke wurde ab 1989 gebaut und im Juli 1991 eröffnet. Um die Baukosten von umgerechnet etwa 20 Millionen EUR zu refinanzieren, wurde bis 2005 Maut erhoben.

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