Grenzübergang Westre – Lydersholm | Grenzübergänge Dänemark-Deutschland

Grenzübergang-Westre - Lydersholm, Grenzübergänge-Dänemark-Deutschland, Kodak-Tri-X, Leica Elmarit M 2.8 28-asph. | © mare.photo
Grenzübergang-Westre - Lydersholm, Grenzübergänge-Dänemark-Deutschland, Kodak-Tri-X, Leica Elmarit M 2.8 28 asph. | © mare.photo

Wir reisen entlang der dänisch – deutschen Grenze und beschreiben hier den kleinen Grenzübergang Westre – Lydersholm.

Der Grenzübergang Westre – Lydersholm: Grenzübergänge Dänemark

Der kleine Grenzübergang Westre – Lydersholm ist einer der Grenzübergänge Dänemark. Hier verläuft der Rad- und Wanderweg der dänisch-deutschen Grenzroute. Lange haben wir uns überlegt, wie wir die deutsch-dänische Grenzregion portraitieren können und sind letztlich auf den analogen Reportage-Film Kodak Tri X gekommen, der die aktuelle Stimmung in Bezug auf die Grenze zwischen Deutschland und Dänemark passend wiedergibt. Fotografiert haben wir mit der Leica M7 und Leica Elmarit M 2.8 28 asph. mit Orange-Filter zu leichten Kontraststeigerung.

Abgehend von der deutschen Grenzstraße, die parallel zur dänischen Grenze verläuft, führt der Feldweg mitten durch den deutsch-dänischen Windpark, dem gemeinsamen Vindved-Projekt. Neben den zahlreichen Winderädern prägen ein Bauernhof und ein paar Kühe diese flache Umgebung. Zunächst fahren wir über die mit Betonplatten belegten Spuren, bald aber wird dieser Weg zu einer gleichmäßigen Schotterpiste.

Der Weg zum Grenzübergang Westre – Lydersholm ist teilweise gesäumt von kleinen im Wind gewachsenen Bäumen. 

Bald darauf folgt die Gammelå (Alte Au), die  nach der neuen Grenzziehung im Jahr 1920 zum Grenzfluss geworden ist. Südlich der Gammelå (Alte Au) entdecken wir denn auch die durchnummerierten Grenzsteine von 1920, die seitdem die Grenze markieren. Seit 2019 macht zudem ein angeblicher Wildschweinzaun die Grenze zwischen Deutschland und Dänemark sichtbar.

In dieser ruhigen und staubigen Umgebung währe der perfekte Drehort für einen Film wie dem Western „High Noon“ kurz vor einen Duell. Und tatsächlich kommt aus dem Norden über den Schotterweg auf dänischer Seite eine Staubwolke auf uns zu. Eine zivile Grenzstreife nähert sich. Kein Grenzübergang in Dänemark bleibt unbeobachtet. Selbst hier steht einer der Scanner, die jede Fahrzeugbewegung registrieren und automatisch abgleichen. Unser VW Bus zeigt in Fahrtrichtung Nord, der Polizeikombi in südliche Richtung und dazwischen diese schmale Betonbrücke und der kleine Grenzfluss Gammelå.

Sind übrigens die dänischen Polizeifahrzeuge blau oder aktualisiert schwarz, dann handelt es um Hundestreifen.  Unsere Hund bleibt also besser im  Bulli. Auch der Polizeihund verweilt im Kombi, zu suchen gibt es hier in dieser übersichtlichen Umgebung nichts. Stattdessen unterhalten wir uns in dieser einsamen Gegend, die beiden Polizisten und ich wie immer so, als würde uns keine Grenze trennen. Die beiden Beamten schätzen das Miteinander im Grenzland so wie wir.

Unsere kleine Tochter steht auf der Grenzbrücke und wirft einen Stein nach dem anderen in die Gammelå,  ein Pärchen radelt an uns vorbei, augenscheinlich auf den Spuren der deutsch-dänischen Grenzroute zwischen dem kleinen Dorf Lydersholm in Dänemark und der kleinen Gemeinde Westre in Deutschland.

Die beiden Hundeführer brechen bald auf, den nächsten Übergang zu überprüfen, unsere Kleine kommt zu mir auf den Arm und winkt den beiden Beamten hinterher. Kurz schalten sie im Abfahren ihr Blaulicht an, um sie zurück zu grüßen. 

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