Grenzübergang Vilmkær – Ellund | Grenzübergänge Dänemark – Deutschland

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Grenzübergang Ellund - Vilmkær, Grenzübergänge Dänemark-Deutschland, Kodak Tri X, Leica, M, Elmarit 2.8 28 asph. | © mare.photo

Wir reisen entlang der dänisch – deutschen Grenze und beschreiben hier den kleinen Grenzübergang Vilmkær – Ellund

Der Grenzübergang Vilmkær – Ellund: Grenzübergänge Dänemark

Der Grenzübergang Vilmkær – Ellund ist einer der kleinsten Grenzübergänge von Dänemark. Die Straßen sind hier so schmal, dass sie Ausweichbuchten benötigen. Die Geschichte, die mit dem Grenzübergang Vilmkær – Ellund einher geht, dürfte aber zu den verrücktesten im deutsch-dänischen Grenzland gehören. Denn wer muss schon die Landesgrenze überschreiten, wenn er in das eigene Haus möchte?  Die Serie über die Grenzübergänge Dänemark fotografieren wir analog mit dem klassischen Reportagefilm Kodak Tri X und dem Objektiv Leica Elmarit M 2.8 28 asph.

Der Grenzübergang Vilmkær – Ellund dürfte einst der best bewachte alle Grenzübergänge Dänemark – Deutschland gewesen sein. Und das, obwohl diesen Grenzübergang meistens nur von den Anwohnern beider Seiten genutzt wurde.

Mit der Grenzziehung im Jahr 1920 änderte sich für viele Menschen in der Region auch die Staatsangehörigkeit.Aber nicht jeder Grenzland-Bewohner wollte sich mit der neuen beschlossenen Grenzlinie zufrieden geben. Die Hofbesitzer in Vilmkær zum Beisoiel wollten unbedingt Dänen bleiben, ohne aber auf ihren angestammten Hof zu verzichten.

Sie beantragten, dass ihr Grundstück mit den Feldern auf dänischem Gebiet verbleiben dürfte. Und so ragt nun ihr Grund und Boden wie eine Halbinsel in das deutsche Staatsgebiet.Doch entgegen ihren Erwartungen blieb die Straße vor ihrem Haus in Deutschland, damit verbunden ebenso ihre auf der gegenüber liegenden Straßenseite stehenden Scheune. Gehen sie also aus ihrem Haus, dann übertreten sie die Grenze von Dänemark nach Deutschland.

Gegenüber auf der anderen Straßenseite beginnen aber auch Felder des Hof Vilmkær, die somit ebenfalls in Deutschland liegen. Die Ernte dieser Felder durfte er aber keineswegs so einfach nach Dänemark einführen. Das war der Grund, im Jahr 1927 die Scheune gegenüber seines in Dänemark befindlichen Hofes in Deutschland zu errichten.

Zur Ernte auf den deutschen Feldern kamen natürlich auch deutsche Erntehelfer aus der Umgebung. Aber, gegenteilig, wie es eigentlich bis heute üblich ist, durften diese nicht im Hause des Bauern auf dänischem Grund verpflegt werden. Denn dann wären sie illegal nach Dänemark eingereist. So bekamen sie ihre Mahlzeit in der Scheune, zubereitet in Dänemark, verzehrt in Deutschland.

Die Einsamkeit des Hofes verführte natürlich auch zum Schmuggel. Und so kam der Zoll ungewöhnlich oft und kontrollierte sehr gewissenhaft jeden Besucher des Bauern. Immerhin gab es hier ja keinen Schlagbaum und das war einzigartig für die Grenzübergänge in Dänemark.

Auch heute wird diese Grenze elektronisch, aber auch durch Polizeistreifen in Uniform und in Zivil bewacht, wenngleich es sich hier auch nach wie vor nur um einen befestigten Grenzweg handelt. Ausweichmöglichkeiten einer möglichen Kontrolle gibt es allerdings keine, zumal auch regelmäßig deutsche und dänische Beamte gemeinsam in einem Fahrzeug der dänischen oder deutschen Polizei unterwegs sind.

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