Grenzübergänge Deutschland – Dänemark Gendarmstien Grenzroute Deutschland  – Dänemark

Grenzübergang Schusterkate – Grenzübergänge Deutschland – Dänemark

Einer der kleinsten Grenzübergänge in Europa – Grenzübergang Schusterkate

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Zwischen Harrislee Wassersleben und Krusau 

Der kleine Grenzübergang Schusterkate

Wir reisen entlang der dänisch – deutschen Grenze und beschreiben hier den kleinen Grenzübergang Schusterkate, der Wassersleben in Deutschland und Krusau und Kollund Dänemark verbindet.

Einer der kleinsten europäischen Grenzübergänge  ist zugleich einer der Grenzübergänge Deutschland – Dänemark. Und er ist ebenso der östliche Grenzübergang zwischen Dänemark und Deutschland: Der Grenzübergang Schusterkate. Von hier aus geht es zu Fuß oder mit dem Fahrrad von Wassersleben (nördlicher Nachbarort von Flensburg) in den Kollunder Wald nach Krusau oder Kollund in Dänemark.

Grenzübergang Schusterkate, Grænseovergang Skomagerhus, Grænseovergange Tyskland-Danmark, Gendarmstien | © mare.photo
Grenzübergang Schusterkate, Grænseovergang Skomagerhus, Grænseovergange Tyskland-Danmark, Gendarmstien | © mare.photo

Mitten auf der Holzbrücke

De kleine Grenzübergang Schusterkate

Genau genommen führt die Grenze am Grenzübergang Schusterkate mitten durch den Fluss Krusau (Kruså). Und somit auch mitten über die gemeinsame Holzbrücke, welche über die Krusau führt. Der Grenzübergang Schusterkate liegt am Gendarmstien, den man auch gerne Schmugglerpfad nennt.

Wer hier entlang läuft, hat die Flensburger Förde, die sich bis weit nach Dänemark zieht, fest im Blick. Und die dänische Marine wiederum hat die Flensburger Förde fest im Blick, ihnen entgeht kein Boot, welches dänische Gewässer erreicht oder verlässt. Diesen Kontrollpunkt findet man in Form einer kleinen Stube auf der Insel Alsen (Als) neben dem Leuchtturm Kegnæas Fyr.

Hier, am Grenzübergang Schusterkate wird ebenso patrouilliert,  wenn heutzutage auch mit Streifenwagen der Polizei.

Die beiden Grenzstuben werden aber heute durch die Bootsvereine genutzt, die hier in der Krusau einen kleinen Sportboot-Hafen betreiben. Mitten durch den Fluss Krusau (Kruså) führt die deutsch-dänische Grenze.

Denn an der Stelle des Grenzübergang Schusterkate mündet die Krusau in die Flensburger Förde. Zugleich ist der Grenzübergang Schusterkate auch Ausgangs- oder Zielpunkt für den Fördestieg in Deutschland, der sich entlang der Flensburger Förde mit zur Schlei zieht.

Wie der Grenzübergang Schusterkate zu seinem Namen kam

Als der Kollunder Wald noch preußisch war

Den Namen bekam der Grenzübergang Schusterkate von dem ersten auf dänischem Gebiet liegenden kleinen Haus, welches sich ganz in der Nähe befindet. Ursprünglich war die Schusterkate eine einfache Hütte, vor der Grenzziehung im Jahr 1920 ein kleines Ausflugslokal mit Biergarten. 

Eigentlich war hier am heutigen Grenzübergang Schusterkate eine komplette Wohnsiedlung geplant. Immerhin stand bis vor 1920 das heutige Sønderjylland (Nordschleswig) unter preußischer (deutscher ) Verwaltung. Mit der neuen Grenzziehung wurde am Grenzübergang Schusterkate auch der erste von insgesamt 280 Grenzsteinen gesetzt, die man entlang der Grenze Deutschland – Dänemark bis zur Nordsee hin findet. 

Der Grenzübergang Schusterkate selbst durfte nur für einen kleinen Personenkreis genutzt werden. Zu ihm gehörten die Forstarbeiter, da der Kollunder Wald bis vor wenigen Jahren im Besitz der Stadt Flensburg war, dazu gehörten auch die Kinder, die von Kollund oder Krusau aus nach Flensburg zur Schule gingen. Ebenso auch Beamte der Region oder Flensburger, die an der nördlichen Flensburger Förde ein Ferienhaus besaßen.

Grenzübergang Schusterkate, Grænseovergang Skomagerhus, Grænseovergange Tyskland-Danmark, , Gendarmstien
Grenzübergang Schusterkate, Grænseovergang Skomagerhus, Grænseovergange Tyskland-Danmark, , Gendarmstien | © mare.photo
Grenzübergang Schusterkate : Skomagerhus, Grenzübergänge Deutschland Dänemark

Geschichten an der Grenze Deutschland – Dänemark

eine blutige Vergangenheit

In der Schusterkate beobachtete wenige Tage vor dem 09. April 1940 der Rittmeister Lunding als Nachrichten Offizier durch seinen Feldstecher, wie sich deutsches Militär vor der Grenze zusammen zog. Er alarmierte seine Vorgesetzten und die Regierung in Kopenhagen, doch reagierten diese nicht.

Der Überfall

Bittere Vergangeheit – Respektvolle Zukunft.

Und so forderte der Überfall auf Dänemark an der Schusterkate seine ersten drei Opfer. Zivile Agenten des deutschen braunen Terrorregimes erschossen drei Grenzgendarmen. Doch bereits am nächsten Tag standen wieder drei der Grenzgendarmen an diesem Platz.

Bis zum 19. September 1944 bewachten sie distanziert, misstrauisch und kühl zu ihren deutschen Kollegen pflichtbewusst diesen Grenzübergang. Doch dann startete die Aktion Möwe, in der die Polizisten und Grenzgendarmen verhaftet und interniert wurden. Von den 337 Grenzgendarmen kamen 291 in das Lager nach Fröslev. Von diesen wurden nur wenige Wochen später 141 Kameraden in das KZ Neuengamme gebracht. Hier starben 38 von ihnen. Ein Gedenkstein im Frøslevlejren (Fröslevlager) erinnert an sie.

Fröslevlejren Danmark | © mare.photo

„Heute ist der Grenzübergang das freundlichste Sinnbild für ein Miteinander im Grenzland. Mit aller Selbstverständlichkeit gehen die Menschen in beide Richtungen der Grenze."