Kirchenruinen

Kirchenruine Hl. Dreifaltigkeitskirche (Drottenkyrka), Visby

Kirchenruine Hl. Dreifaltigkeitskirche, Drottenkyrka, Visby, Kodak Ektar
Kirchenruine Hl. Dreifaltigkeitskirche, Drottenkyrka, Visby, Kodak Ektar | © mare.photo

Die Dreifaltigkeitskirche (Drottenkyrka) enstand im 13. Jahrhundert als Schwesterkirche der St. Lars-Ruine in Visby. Der Name bezieht sich auf den dreieinigen Gott.. Alternavtiv ist das Gotteshaus auch als St. Trinitatis bekannt.

Kirchenruine Hl. Dreifaltigkeitskirche (Drottenkyrka), Visby

Die Kirchenruine Hl. Dreifaltigkeitskirche (Drottenkyrka), Visby gehört zu den zahlreichen Kirchenruinen auf Gotland. Überall im Zentrum vom Visby prägen sie auf außergewöhnliche Art das Stadtbild. Auch berühmte Regisseure wie Ingmar Bergman war von dieser Kirchenruine so angetan, dass sie einer der Drehorte seines Films „Schande“ genutzt wurde.

Gleich gegenüber der Dreifaltigkeitskirche (Drottenkyrka), Visby befinde sich die baugleiche St. Lars Kyrka. Wie kam es dazu? Im Mittelalter drückte der Kirchenbau nicht in jedem Fall Demut und Anbetung zu Gott aus. Vielmehr war es für reihe Menschen auch Ausdrucksform ihres Wohlstandes und ihrer Macht. In gewissem Maße wollte man sich durchaus auch bei Gott mit solchen Bauten freikaufen. Denn im unaufgeklärten Katholizismus blühte der Ablasshandel. 

Der Sage nach stammen die Dreifaltigkeitskirche (Drottenkyrka), Visby und die gegenüberliegende St. Lars Kyrka Visby von einem reichen Kaufmann. Dieser hatte zwei Töchter. Die aber waren ziemlich zerstritten. Und so lag es ihnen fern, zum Gottesdienst in die gleiche Kirche zu gehen. Kurzerhand ließ der Vater zwei Kirchen erbauen: die Dreifaltigkeitskirche (Drottenkyrka), Visby und die St. Lars-Kyrka Visby.

Vermutlich wurden die beiden Kirchen  im Zuge der Reformation aufgegeben. Heute ist die Dreifaltigkeitskirche (Drottenkyrka), Visby eine wunderschön erhaltene Ruine und ist während der Sommermonate zugänglich.

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