Gendarmstien / Gendarmenpfad

Etappen

Gendarmstien in Etappen IV: Stensigmose – Brunsnæs (Broagerland)

Bevor wir diesen Abschnitt des Gendarmstien starten, lohnt sich ein etwa zweistündiger Rundgang durch den kleinen spannend-schönen Ort Broager. Von weiten sieht man seine beeindruckende Kirche mit ihren zwei Türmen.

Die Umgebung dieser Etappe war schon vor etwa 4.500 Jahren besiedelt. Der Gegend ist sehr fruchtbar, entsprechend gab es Nahrung und eine reiche Tierwelt. Das wiederum war gut für eine erfolgreiche Jagd. Wer aufmerksam ist, wird die ein oder andere Spur aus der frühen Zeit entdecken, 

An der Steilküste von Steningsmose befanden sich in erdgeschichtlichen Zeiten verschiedene Moore, So kommt auch der Ortsname zustande, nenn „Mose“ ist die dänische Übersetzung für Moor. Vor etwa 75.000 Jahren soll das letzte Moor entstanden sein. Die schwarzen Schichten an der Steilküste weisen auf das Moor hin.

Der Weg entlang des Kobbelskov bei Skelde vorbei. Hier kann man recht gut erhaltende Rund- und Langdolmen entdecken.

Dabei handelt es sich um Grabstätten. Unter den Runddolmen beerdigte man einzelne Menschen, während die Langdolmen bei Gemeinschaftsgräbern aufgestellt wurden. Für Wanderer, die so gar nicht mit der Archäologie vertraut sind, werden die hunderte Jahre alten Gräber einfach nur Erdhügel sein, allerdings ist auch nicht jeder Erdhügel wirklich ein Grab. Vielleicht entdeckt man ja noch alte Knochenreste oder Grabzugaben wie Steinbeile, Tongefäße oder Schmuck aus Bernstein.

Östlich von Kragesand befindet sich der Liebestunnel. Wie zu einem Tunnel geformt biegen sich die Bäume über die Böschung und machen den Durchgang zu einem lauschigen und romantischen Erlebnis.

Vor der Küste liegt im Meer ein großer Stein. So groß, dass man ein Pferdefurhwerk darauf abstellen konnte. So soll sich zugetragen haben, dass ein Paar aus Flensburg nach Sønderborg aufbrach um dort zu heiraten. Mit dem Schiff ging es zur Kirche. Doch auf der Rückfahrt gerieten die beiden gerade verheirateten in Streit und der frisch gebackene Ehemann setzte seine Frau auf genau jenem Stein aus. So gab man ihm auch den Namen „Brautstein“.

Im Mittelalter brauchte man Holz. Un dieser hohe Bedarf ging an den Wäldern nicht spurlos vorbei. Aufforstung war angesagt, doch wer sollte das bezahlen? So beschloss man Ende des 17. Jahrhunderts, dass jeder Bauer, der heiraten wollte, 10 Eichen oder 15 Buchen pflanzen und drei  Jahre lang aufziehen musste. Erst dann ging es zum Altar. Über 100 Jahre hatte diese Regel Bestand. Und einige der damals gepflanzten Bäume stehen in diesem Gebiet noch immer.

Die beschriebene Etappe hat eine Länge von etwa 17 Kilometern. Diese könnte man auch teilen, z.b. 10 Kilometer bis Kragesand, dann weitere sieben Kilometer bis Brunsnæs.

Grenzübergang Schusterkate, Grænseovergang Skomagerhus, Grænseovergange Tyskland-Danmark, , Gendarmstien

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Dybol Schanke, Düppeler Schanzen, 1864, Kodak Portra 160

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Tegelværk Cathrinesminde Broager, Ziegelmuseum Broager, Flensburger Förde, Leica SL 75mm

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