Historie Schleswig-Holstein

Der Nord-Ostsee-Kanal – Kettenfähre Fischerhütte

Kettenfähre Fischerhütte - Kodak Portra 160 | © mare.photo
Kettenfähre Fischerhütte - Kodak Portra 160 | © mare.photo

Der Nord-Ostsee-Kanal teilt Schleswig-Holstein. Brücken und Fähren schaffen die notwendigen Verbindungen zwischen Süden und Norden. Die letzte Kettenfähre erzählt aus vergangenen Tagen.

Der Nord-Ostsee-Kanal – Kettenfähre Fischerhütte

Am 21. Februar 1990 endet der Betrieb der noch einzig verbliebene Kettenfähre Fischerhütte auf dem Nord-Ostsee-Kanal. des Kanals.  Seit 40 Jahren hat sie, geführt an einer Kette, zuverlässig Menschen und Fahrzeuge über den Nord-Ostsee-Kanal transportiert. Zwei Jahre lang wird sie am Ufer des Fähranlegers Fischerhütte geparkt, eh sie als Technikdenkmal an diesem  Ort an Land gebracht wird.

Im Jahr 1950 wird die Kettenfähre in Rendsburg bei der Saatsee Werft Rendsburg unter der Bezeichnung SF 80 auf Kiel gelegt.

Heute steht die Kettenfähre Fischerhütte auf der Südseite des Nord-Ostsee-Kanal am Fähranleger Fischerhütte, aufgebockt auf kurzen Betonsäulen. Eine verschlossene Eisentreppe führt auf ihr Deck.

Die Kettenfähre Fischerhütte hat eine Länge von 23,50 Meter, eine Breite von 9 Metern und einen Tiefgang von 90 Zentimetern. Ist man erst einmal auf dem Deck, kann man durch einen Glaseinsatz auf den Kettenantrieb schauen.

Die modernen Fähren sind heute unabhängig. Damit können sie im Bedarfsfall ausgetauscht werden und stehen auch für potentielle Rettungseinsätze auf dem Nord-Ostsee-Kanal zur Verfügung. Denn sollte ein Schiff verunglücken, können Rettungsfahrzeuge auf die Fähren auffahren und dann längsseits des verunglückten Schiffes anlegen und von hier aus den Einsatz erledigen.

Bedauerlicherweise ist der Zutritt nur noch zu bestimmten Zeiten möglich. Angeblich aus Gründen der Sicherheit. Dieses Denken ist wohl typisch deutsch und sehr zu bedauern. Bis vor einiger Zeit war die Kettenfähre frei zugänglich.

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