Der Ilford FP 4 125 Plus
Vintage vom Feinsten

Der Ilford FP 4 125 Plus gehört zu den analogen Filmklassikern der Fotografie und erfreut sich großer Beliebtheit bei Schwarz-Weiß-Fotografen. Wir möchten wissen, was diesen Film so erfolgreich macht und haben mit ihm Nord-Gotland in Schweden besucht.

Im Bereich der monochromen Fotografie lieben wir den klassischen Reportagefilm Kodak Tri X. Er ist mit ISO 400 auch in kritischen Situationen gut zu belichten und bietet einen tollen Kontrast. Doch haben wir uns die Frage gestellt, ob es einen feinkörnigeren Film mit ähnlichen Eigenschaften gibt.

Im Handel sei der Film einfach nicht tot zu kriegen, so lesen wir es. Das ist schon besonders in einer Zeit, in der selbst die modernen Kameras nach ein bis zwei Jahren schon zum alten Plastik gehören. Dagegen ist der Ilford FP seit mehr als 80 Jahren auf dem Markt. Seine Einführung begann bereits 1935. Seitdem wurde er weiterentwickelt und stetig verbessert, die letzte Überarbeitung folgte 1990. Seitdem wird der Ilford FP4 Plus unverändert eingesetzt.

Als wir wieder nach Gotland fahren, um diese Insel zu portraitieren, packen wir auch einige Ilford FP 4 125 Plus mit ein, wie diese Schwarz-weiß-Filme offiziell heißen.

Dieser Film benötigt fast die vierfache Belichtung gegenüber dem Tri X, doch tagsüber, gerade im Sommer, stellt das keine Herausforderung dar. So ist es auch ohne Probleme möglich gewesen, mit einem Orangefilter den eigentlichen Kontrast noch zu steigern.

Uns fasziniert die warme Ausstrahlung der Bilder, auch die feinen Nuancen der Grautöne und die durchgezeichneten Kontraste. Ein wenig erinnert mich der Ilford FP 4 Plus an alte Schwarz-Weiß-Filme, aber auch an moderne Schwarz-Weiß-Portraits wie zum Beispiel der ausgezeichneten Münchner Fotografin Ina Gebbert, geb. Zabel. (ina-zabel.de)

Wird doch eher der Kodak Tri X mit den alten Schwarz-Weiß-Filmen von Ingmar Bergmann in verbindung gebracht, so sind wir genau zu diesen Drehorten gefahren, um auch dort einige Aufnahmen mit dem Ilford FP 4 Plus zu machen. Und in der Tat, schaut man sich Bildsequenzen seiner Filme an, so ist eine Ähnlichkeit durchaus erkennbar.

Wo werden wir diesen Film zukünftig gerne einsetzen? Das sind beispielsweise die Portraits von Kirchen, aber auch Portraits und charakteristische Landschaften mit weichen Nuancen. 

Die Bilder unserer Aufnahmen entstanden mit der Leica M7, dem Leica Elmarit M 2.8 28 asph. und einem Orangefilter. Entwickelt wurde der Film im Standardentwickler Rodinal.

Leave a Comment