Kirchen auf Gotland | Kirche Alskogs Kyrka, Garde

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Wir sind nahe des Badeortes Ljugarn unterwegs und entdecken am Wegesrand eine der typischen Inselkirchen von Gotland.

Kirchen auf Gotland | Kirche Alskogs Kyrka, Garde

Die Kirche in Alskog (Alskogs Kyrka) gehört zur Kirchengemeinde Garde und somit zu den Kirchen auf Gotland. Im Südosten steht sie an einer der ruhigen Hauptstraßen etwa vier Kilometer von Ljugarn.

Der Ort um die Kirche Alskogs Kyrka herum scheint wie ausgestorben. So, wie man es eben von Gotland kennt. Einige Häuser umgeben großzügig die Alskogs Kyrka und wir fragen uns einmal mehr, wo all die Menschen sind, für die diese Kirche, die Alskogs Kyrka, gebaut wurde. Vielleicht war das ja im frühen Mittelalter dichter besiedelt. 

Etwas sonderbar sieht die Kirche Alskogs Kyrka schon aus. Sie wirkt, als habe man ihre Bauteile falsch zusammengesetzt. Jedenfalls begann der Bau der Kirche Alskogs Kyrka gegen Ende des 12. Jahrhunderts. In dieser Zeit baute man ein sogenanntes Langhaus, so, wie man heute Versammlungshäuser der Freikirchen kennt. Dabei handelt es sich um ein Gebäude mit zwei Giebeln und einem Satteldach und damit heute vergleichbar mit einem überdimensionierten Wohnhaus. Die Fertigstellung der Kirche Alskogs Kyrka fand wohl bis spätestens 1225 statt.

Sogleich begann man, den Chor an die Kirche Alskogs Kyrka anzubauen. Dieser ist größer als das Langhaus, was durchaus unüblich ist. Das erklärt sich nur darin, dass man zu diesem Zeitpunkt plante, auch das Langhaus der Kirche Alskogs Kyrka deutlich zu vergrößern. Dazu kam es aber nie.  So wurde diese Kirche Alskogs Kyrka architektonisch gesehen zu einer Sattelkirche. Ob in diesem Zug auch die Sakristei gebaut wurde, darf hinterfragt werden. Denn üblicher Weise ergänzte man die Sakristeien etwa im 17. oder 18. Jahrhundert. Doch in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts begann der große Umbau der Kirche Alskogs Kyrka. Das Langhaus bekam ein Gewölbe. Der Kirchturm wurde angebaut. Er bekam auf der Westseite einen Eingang (Portal), Chor und Langhaus bekamen ihre Eingänge im Süden.

Die drei Fenster in der Ostseite sind miteinander verbunden und haben noch die originale Glasbemalung aus dem 14. Jahrhundert.

Es muss am gleichen Standort zuvor bereits eine Kirche gegeben haben, viellicht eine Holzkirche auf einem Steinfundament. Denn im Inneren der heutigen Kirche befindet sich das Triumphkreuz, welches wohl schon zuvor in der alten Kirche gehangen haben muss. Der Taufstein kommt aus der Zeit der Einweihung der neuen Kirche im ersten Viertel des 13. Jahrhunderts und ist mit Kindheitsszenen Jesu verziert.

Älter als der Taufstein ist auf jeden Fall der Steinsarg bzw. die sehr selten eingesetzte Grabkiste, deren Epoche etwa zwischen 600 und 1200 nach Chr. zugerechnet wird. Sie wurde sowohl von Heiden wie auch Christen genutzt.

Beachtenswert ist auch die Kanzel aus dem Jahr 1586, sie zählt zu den ältesten Kanzeln auf Gotland.

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